boton® Kontaktmikrofone
Sie nehmen die Schwingungen auf, wandeln sie direkt um und geben sie als exaktes elektrisches Signal wieder. Dieses wird dann in Mischpulte oder Akustikverstärker eingespeist.
Die mit Kristallen beschichtete 100μ dünne Edelstahlmembran bildet das Schwingungsmuster der Instrumentendecke exakt ab, was zu einer präzisen und originalgetreuen Wiedergabe beiträgt.
In den 1970 er Jahren war ich während 3 Jahren in der Halbleiterindustrie tätig. Als „angefressener“ Gitarrist war ich nicht überzeugt was an Tonabnehmern/Mikrofonen für akustische Saiteninstrumente verfügbar war.
Grundsätzliche Ideen
In dieser Zeit entstand die Idee, mit einem Tonabnehmer/Mikrofon die Schwingungen
der Klangdecke „abzubilden“ und mit einem elektrischen Signal übertragen zu können.
Mein Verständnis von einem Saiteninstrument ergab schon damals (mit einer Gitarre ausprobiert) , dass die Schwingung im Umkreis des Stegs die wichtigste und auch die klangformende Zone ist. Anders ausgedrückt das Herz des Instruments.
Erste Versuche
Versuche mit im Steg eingebauten Systemen oder auf dem Steg angebrachten ergaben zwar brauchbare, was die Signalstärke angeht, aber akustisch vom natürlichen Klang sehr abweichende Resultate.
Versuche mit Mikrofonen ergaben gute Resultate zeigten aber auch, dass die Positionierung des Mikrofons extrem heikel ist und die Beherrschung der Rückkopplungen ziemlich aussichtslos war, da auch noch keine Rückkopplungsunterdrückungssysteme verfügbar waren.
Wie weiter?
Wenn ein Mikrofon ein grundsätzlich brauchbares Resultat abliefert, müsste dieser Weg irgendwie weitergehen war damals meine Überlegung. Die Distanz zwischen Quelle und Mikrofon war entscheidend für die Lösung gewisser Probleme. Ein über die Luft übertragenes Signal kann durch Nebengeräusche wie Wind etc. so gestört werden, dass es sogar unbrauchbar wird.
Vorläufiges Ende der Entwicklung
Die in dieser Zeit verfügbaren Mittel und Möglichkeiten waren nicht erfolgversprechend, weshalb ich diese Entwicklung abbrach und mich anderen Projekten zuwandte. Lediglich ein einfacher Vorverstärker für hochohmige (piezobasierte) Tonabnehmer stellte ich in einer kleinen Stückzahl her.
1999
Ich war immer noch unzufrieden was als Tonabnehmer für akustische Saiteninstrumente angeboten wurde, der Klang meiner Instrumente wurde immer noch verfälscht und Vorverstärker waren quasi ein muss.
Wiederaufnahme
Versuche mit Elektretkapseln folgten mit für mich unbefriedigenden Resultaten, d.h. Vorverstärker und Batterien waren erforderlich.
Auf dem Markt waren nun auch reine piezobasierte Wandler verfügbar, mit klrinrm Durchmesser und mechanisch dick gebaut damit auch nicht heikel und unproblematisch
im Instrument oder sogar aussen montierbar.
Versuche
Da nun Piezoscheiben günstig verfügbar waren, machte ich wieder einmal Versuche. Die ersten Resultate waren ganz anständig, der Klang war wirklich in der Nähe meiner Vorstellungen. Ziemlich bald war klar, dass das Nutzsignal ohne Vorverstärker zu klein war und die Dynamik durch die Dicke der Systeme eingeschränkt war.
Die kleinen Piezoscheiben konnte ich zwar kontaktieren, die Grösse des Anschlusses nahm auf der Oberfläche viel Platz ein, was wiederum die aktive Piezofläche verkleinerte, d.h. weniger Signal speziell bei tiefen Frequenzen. Die Versuchsreihe ging weiter, ich konnte in der Industrie Hersteller solcher Halbfabrikate kontaktieren und auch mit Mustern weitere Versuche durchführen.
Ein wichtiger Schritt
Da gelang mir auch die Lösung des Anschlussproblems, ich konnte ein Kupferkabel
auf eine Kristallschicht löten. Damit verfügte ich über viel Fläche auf dem System, es war flexibel und mit der Wahl einer Edelstahlmembran statt Messing hatte ich die gewünschte Elastizität des Systems.
Versuche mit verschiedenen Durchmessern folgten (25 – 50 mm) . Die Resultate waren unbefriedigend, das ausgewogene Klangbild des 40 mm Systems bewog mich auf weitere Versuche mit anderen Durchmesssern zu verzichten.
Serienfertigung
Nachdem auch ein extrem geräuscharmes Anschlusskabel gefunden wurde welches auch preislich passte startete ich 2001 mit den ersten Serien. Die Vorrichtungen um die Systeme kontaktieren zu können waren relativ rasch hergestellt. Seit den ersten Serien habe ich die Kontaktierung perfektioniert und die Menge der Vergussmasse konnte deutlich verringert werden so dass das Systemgewicht ohne Kabel nun 1,5 Gramm beträgt.
Für die Montage im Innern eines Instruments verwende ich ein doppelseitiges Klebband von 3 M welches speziell für die Verklebung von Metall und Holz geeignet ist. Das Gewicht des Klebers beträgt 1,2 Gramm.
Weiterentwicklung
Anlässlich einer kleinen Gitarrenausstellung 2002 in der oberen Mühle in Dübendorf wurde das boton® System der Öffentlichkeit präsentiert. Erste Bestellung erfolgten und auch Fragen nach einem wechselbaren System für Aussenmontage. 2003 Startete die Serie boton®-E mit Holzgehäuse. Das System wurde mit einem Kitt ähnlich wie bei Mitbewerbern auf dem Instrument fixiert. Der bis heute verwendete Kitt ist frei von Silikn/Lösungsmitteln und lebensmittelecht, d.h. auch empfindliche Oberflächen (Schellack) werden nicht angegriffen. Die Kittscheiben wiegen 1,9 Gramm und sie können x-fach wiederverwendet werden. Seit 2012 werden die Gehäuse mit einem 3d-Drucker gefertigt. Damit konnten die hörbaren Klangverfärbungen der Version mit Holzgehäuse eliminiert werden.
Preisliste
| Typ | Preis CHF | |
|---|---|---|
| Universal | 280.00 | |
| Classic | 360.00 | |
| Folk | 280.00 | |
| Violino/Mandolino | 280.00 | |
| Basso | 280.00 | |
| Manouche | 260.00 | |
| boton® Kitt | 3 Stk. Montagekitt (3 x 1,9g) | 12.00 |
| Innenmontage | Preis CHF | |
|---|---|---|
| boton® P 41-150 | 15 cm Kabel, „Endpinjack“ | 104.00 |
| boton® P 41-200 | 20 cm Kabel, „Endpinjack“ | 104.00 |
| boton® P 41-300 | 30 cm Kabel, „Endpinjack“ | 104.00 |
| boton® P 41-2-150 | Doppelsystem, 15 cm Kabel, „Endpinjack“ | 140.00 |
| boton® P 41-2-200 | Doppelsystem, 20 cm Kabel, „Endpinjack“ | 140.00 |
| boton® P 41-2-300 | Doppelsystem, 30 cm Kabel, „Endpinjack“ | 140.00 |
| boton®-Basic | einfaches System, Kabel nicht abgeschirmt | 60.00 |